Erneuerbare Energienanlagen, Sonne, Wind, Wasser




Energieanlagen




Eine Solaranlage dient zur Umwandlung von solarer Strahlungsenergie in eine andere Energieform. Obwohl Solaranlagen häufig sehr kleine Nennleistungen haben, handelt es sich um (dezentrale) Kraftwerke. Es gibt zwei prinzipielle Arten von Solaranlagen, die sich nach der gewonnenen Energieform unterscheiden: Thermische Solaranlagen, die Wärme liefern und Photovoltaikanlagen, die elektrische Energie liefern. Thermische Solaranlagen können für die Lieferung von Warmwasser, Wärme zur Raumheizung und Prozesswärme (diese kann wiederum in elektrische Energie gewandelt werden) eingesetzt werden. Dabei wird ein speziell beschichteter und hinten gedämmter Kollektor durch die Sonnenenergie erhitzt. Durch die Röhren des Kollektors strömt ein Medium, das diese Wärme aufnimmt und mittels einer Pumpe in dem Kreislauf zu dem Speicher gepumpt wird. Dort wird die Wärme über einen Wärmetauscher an das Warmwasser abgegeben. Photovoltaikanlagen benutzen als Wandler Solarzellen, die bei Sonnenbestrahlung direkt elektrische Energie abgeben. Diese kann z.B. in einer Solarbatterie gespeichert oder in ein Stromnetz eingespeist werden. Weitere Informationen finden Sie im Energiegesetz der Bundesregierung unter erneuerbare Energien und deren Förderung. Alle Angaben ohne Gewähr.


Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG)


EEG regelt die Abnahme und Vergütung von ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnenen Strom durch Versorgungsunternehmen, die Netze für die allgemeine Stromversorgung betreiben (Netzbetreiber). Es trat erstmals am 1. August 2004 mit der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft (BGBl. I, S. 1918 ff). Ziel des Gesetzes ist es, den Anteil an erneuerbaren Energien bis 2010 auf mindestens 12,5% zu erhöhen, bis 2020 auf mindestens 20 % zu erhöhen. Unter Erneuerbaren Energien werden genannt: Wasserkraft, Windenergie, Solare Strahlungsenergie, Geothermie, Energie aus Biomasse. Die Vergütung von Solarstrom aus Anlagen bis zu einer typischen Größen von 100 kW wurde für die Jahre 2009 und 2010 um jährlich acht Prozent gesenkt, ab 2010 wird sie um neun Prozent gesenkt. Für Anlagen größer als 100 kW gelten in den Jahren ab 2009 die höheren Degressionssätze von 10 Prozent. Das Gesetz bezweckt eine nachhaltige Energieversorgung für Klima-, Natur- und Umweltschutz. Es will zudem einen Beitrag zur Vermeidung von Konflikten um fossile Rohstoffe leisten. Daneben soll das EEG die technologische Weiterentwicklung fördern.Das EEG regelt die Abnahme und die Vergütung von ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnenem Strom durch Versorgungsunternehmen, die Netze für die allgemeine Stromversorgung betreiben (Netzbetreiber). Netzbetreiber sind nach dem EEG verpflichtet, Strom aus Erneuerbare Energien abzunehmen und nach §§ 6 bis 12 zu vergüten.



Deutschland Einspeisevergütungen Photovoltaik 2012



Kleine Dachanlagetypen bis 10 kWp: 19, 5 Cent/kWh

Mittlere Dachanlagetypen von 10 kWp bis 1 MWp: 16,5 Cent/kWh

Große Freiflächenanlagentypen von 1 MWp bis 10 MWp: 13,5 Cent/kWh



Vorgezogene Absenkung und Verstetigung ab 01.04.2012

 

Inbetriebnahme Installierte Anlagenleistung Dachanlagen

 

Freiland 
Neu bis 10KW Bis 100KW
(entfällt)
Bis 1000KW 1000KW – 10MW> bis 10MW

 

Ab 01.01.2012 24,43 23,32 21,98 18,33 17,94

 

Ab 01.04.2012 19,50 16,50 13,50 13,50

 

Kürzung 20,20 % 29,00 % 24,90 % 26,40 % 24,70 %

 

Kürzung pro Monat

       0,15 Cent

 

Ab 01.05.2012 19,35   16,35 13,35 13,35
Ab 01.06.2012 19,20   16,20 13,20 13,20
Ab 01.07.2012 19,05   16,05 13,05 13,05
Ab 01.08.2012 18,90   15,90 12,90 12,90
Ab 01.09.2012 18,75   15,75 12,75 12,75
Ab 01.10.2012 18,60   15,60 12,60 12,60
Ab 01.11.2012 18,45   15,45 12,45 12,45
Ab 01.12.2012 18,30   15,30 12,30 12,30
Ab 01.01.2013 18,15   15,15 12,15 12,15
Ab 01.01.2014 16,65   13,35 10,35 10,35

Angebote Deutschland Erneuerbare Energieanlagen


Zinsgünstige Kredite für Finanzierung von Energieanlagen: Der zinsgünstige Kredit zur Solarförderung bei der KfW Bank ist hier in erster Linie zu nennen. Schon seit 1999 werden Solaranlagen mit Bundesmitteln in Form von zinsgünstigen Krediten gefördert. Mittlerweile bieten aber auch viele andere Banken spezielle Kredite für die Finanzierung von Photovoltaikanlagen an. In den meisten Fällen reicht den Kreditgebern die Abtretung der Einspeisevergütungen als Sicherheit aus. Vor allem bei kleineren Krediten bis 50.000 Euro ist das die übliche Vorgehensweise. Dennoch müssen auch hier im Voraus die Finanzen offen gelegt werden. Bei höheren Krediten und dementsprechend größeren Anlagen wird eine höhere Bonität vorausgesetzt und mehr Sicherheiten gefordert. In Einzelfällen verlangen Banken einen Grundbucheintrag zur Absicherung des Darlehens.



Österreich Einspeisevergütung Photovoltaik 2012


  Anlagen 5KW - 20KW Anlagen über 20KW

 

Dachanlagen 38 Cent je KW/h 33 Cent je KW/h
Freilandanlagen 35 Cent je KW/h 25 Cent je KW/h



Frankreich Einspeisevergütungen Photovoltaik 2011


Photovoltaik Einspeisevergütung Frankreich



Quelle: Ministère de l'Écologie, de l'Énergie, du Développement durable et de la Mer (Französisches Ministerium für Umwelt, Energie und Entwicklung, Stand: Ende 2010. Die oben aufgeführten Vergütungssätze verstehen sich als Durchschnittspreise, da die Vergütungen je nach Standort variieren. Im Departement Herault beträgt die Vergütung z.B. 31,4 Cent pro Kilowattstunde bei Freiflächenanlagen, während eine gleichgroße Anlage im Departement Somme mit 37,68 Cent je Kilowattstunde gefördert wird. Sämtliche Vergütungen werden über die Tariflaufzeit von 20 Jahren jährlich an die Preis- und Lohnentwicklung angepasst. Förderung Photovoltaik Frankreich: Im Vergleich zu Deutschland wird aus Solaranlagen erzeugter Strom erst seit kurzer Zeit gefördert. Denn bis vor einigen Jahren gehörte Frankreich zu den EU Staaten, die sich fast vollständig auf die Kernenergie konzentriert haben. Der aktuelle Staatspräsident Sarkozy brachte in seiner bisherigen Amtszeit allerdings Gesetze auf den Weg, die Frankreich im Bereich der erneuerbaren Energien wettbewerbsfähiger machen sollten. Offiziell will Frankreich bis zum Jahr 2020 5,4 Gigawatt Photovoltaik Leistung ans Netz bringen. Tatsächlich rechnen man damit, dass diese Grenze bereits 2012, 2013 durchbrochen wird. Der Grund ist ein ähnlicher Boom, wie er in den letzten Jahren auf Grund der attraktiven Einspeisevergütungen stattgefunden hat. Darum wurden auch in Frankreich die Förderungen für Photovoltaik Anlagen zurückgefahren um den fallenden Anschaffungspreisen für Anlagen gerecht zu werden.



Angebote Frankreich Erneuerbare Energieanlagen



Die höchsten Einspeisetarife europaweit sind die ideale Voraussetzung um den Markt der regenerativen Energien zum Aufstieg zu verhelfen. Allerdings gibt es bei der Förderung der PV Anlagen Unterschiede zum Vergleich der deutschen Förderung. Die Höhe der Vergütung ist hier nicht abhängig von der Größe der Anlage, sondern vom Standort. So sind die Stromerzeugungskosten in den Überseedepartments, ebenso wie die Sonneneinstrahlung in diesen Gebieten besonders hoch. Photovoltaikanlagen werden in diesen Gebieten mit besonders attraktiven Vergütungssätzen gefördert.



Italien Einspeisevergütungen Photovoltaik 2012


Photovoltaik Italien: Italien hat hervorragende Strahlungswerte; je nach Standort sind Anlagen bis zu 70% effizienter als in Deutschland. Nach dem politischen Wechsel definiert sich die Regierung neu: Sie trägt den kürzlich erfolgten Atomausstieg mit und erkennt erneuerbare Energie nach deutschem Vorbild als Jobmotor an. Weiter ist die 20-jährige Subvention der Vergütung über die Energieversorger Umlagen finanziert, so dass der Staatshaushalt nicht direkt belastet wird. Damit gelten italienische Solaranlagen nicht nur als rentabel, sondern auch als rechtssicher. So definiert die internationale Wirtschaftspresse Italien als interessantesten Solarstandort in Europa.


Angebote Italien Erneuerbare Energieanlagen



Dachanlagen 1. + 2. Quartal 2012

200 bis 1.000 kWp - 0,224 Euro

1.000 bis 5.000 kWp - 0,182 Euro

ab 5 MW Leistung - 0,171 Euro

 

Dachanlagen 3. + 4. Quartal 2012

200 bis 1.000 kWp - 0,202 Euro

1.000 bis 5.000 kWp - 0,164 Euro

ab 5 MW Leistung - 0,154 Euro

 

Freilandanlagen 1. + 2. Quartal 2012

200 bis 1.000 kWp - 0,172 Euro

1.000 bis 5.000 kWp - 0,156 Euro

ab 5 MW Leistung - 0,148 Euro

 

Freilandanlagen 3. + 4. Quartal 2012

200 bis 1.000 kWp - 0,155 Euro

1.000 bis 5.000 kWp - 0,140 Euro

ab 5 MW Leistung - 0,133 Euro

 

Alle Tarife Zuschuss

Stromverkauf - 0,085 Euro

Dächer mit Asbestsanierung - 0,050 Euro

60% Produktion in Europa - 10%



 

Windkraftanlagen Einspeisevergütungen


Der Windstrom macht rund die Hälfte der EEG-Strommenge aus und beansprucht dementsprechend auch einen guten Teil der Fördermittel für sich. Einspeisevergütung für Windkraftanlagen an Land: Windkraftanlagen, die auf dem Festland errichtet wurden, erhalten eine Anfangs Vergütung von 9,2 Cent/kWh (EEG 2004: 7,87 Cent/kWh). Nach dieser Anfangszeit erhalten Windkraftanlagen eine Grundvergütung von 5,02 Cent/kWh. Bei Anlagen mit einem geringen Ertrag verlängert sich dieser Zeitraum um 2 Monate je 0,75% Minderertrag, zu dem 150% Referenzertrag. Der Referenzertrag richtet sich nach dem Anlagentyp der Windkraftanlage. Diese Anlagentypen werden ebenfalls im EEG klassifiziert. Systemdienstleistungsbonus: Zusätzlich haben alle Windkraftanlagen, die vor dem 1. Januar 2014 in Betrieb gehen, die Möglichkeit den Systemdienstleistungsbonus in Anspruch zu nehmen. Um diesen Anspruch geltend zu machen müssen die Voraussetzungen aus der Verordnung 66 Abs. Ziff. 6 EEG erfüllt sein.


Angebote Europa Windkraftanlagen



Einspeisevergütung für Offshore Windenergie: Weil die Offshore-Windkraft sich etwas schwer tat in die Gänge zu kommen, wurden die Einspeisevergütungen für Windstrom aus Offshore-Anlagen 2009 deutlich angehoben. Die Anfangsvergütung für Offshore-Windkraftanlagen: Im Gegensatz zu den Windkraftanlagen an Land, erhalten die Offshore-Anlagen die Anfangsvergütung für 12 Jahre. Und das unabhängig von einem Referenzertrag. Die Anfangsvergütung beträgt 13 Cent je kWh, eine deutlich höhere Vergütung also, als das bei Anlagen auf Land der Fall ist. Diese Anfangsvergütung verlängert sich ab einer Entfernung zur Küstenline von mindestens 12 Seemeilen um 0,5 Monate je Seemeile. Die Anfangsvergütung wird auch verlängert, sobald die Anlage in einer Tiefe von mehr als 20 Metern aufgestellt wird. Hier wird die Anfangsvergütung für jeden zusätzlichen, abgeschlossenen Meter Tiefe um 1,7 Monate verlängert. Mittlerweile hat der erste deutsche Offshore-Windpark "Alpha-Ventus" seinen Betrieb aufgenommen. Auf Grund der gestiegenen Vergütungen ist davon auszugehen das bald weitere Offshore-Projekte realisiert werden. Quelle:Internet



Einspeisevergütung Photovoltaik und Windenergie Schweiz



Photovoltaik: Das UVEK senkt die KEV-Vergütungssätze für Neuanlagen per 1. März 2012 um rund 10%. Zusammen mit der regulären, in der Energieverordnung (Anhang 1.2, Art. 4.1) vorgesehenen jährlichen Absenkung der Vergütungssätze für Neuanlagen um 8%, die bereits per 1. Januar 2012 gilt, sinken die PV-Vergütungssätze damit um insgesamt 18%. Infolge der grossen Unsicherheiten der Modulpreisentwicklung ist für Mitte 2012 eine weitere Überprüfung der PV-Vergütungssätze geplant.

Windenergie: Die Anpassungen per 1. März 2012 sollen eine grössere Bandbreite der Vergütungssätze und damit eine spezifischere Förderung der Windenergie in der KEV ermöglichen. Der maximale Vergütungssatz für Windanlagen wird von 20 Rp./kWh auf 21,5 Rp./kWh angehoben, um den gestiegenen Investitionskosten Rechnung zu tragen. Dieser Vergütungssatz wird für jede Anlage 5 Jahre nach Inbetriebnahme überprüft und kann dann je nach effektiver Elektrizitätsproduktion auf bis zu 13,5 Rp./kWh (bisher 17 Rp./kWh) abgesenkt werden.




Recycling von Solaranlagen



Recyclingkreislauf einer Solaranlage_Vorschau




News: Lateinamerika Erneuerbare Energieanlagen



Costa Rica 23.11.2012: Laura Chinchilla, Präsidentin, hat am 23.12.2012 zusammen mit dem japanischen Botschafter Yoshiharu Namiki den Solarpark Miravalles eröffnet. Der Parque Solar Miravalles ist mit einer Fläche von rund 2,7 Hektar der größte seiner Art in Zentralamerika und wurde an den Hängen des Vulkans Miravalles, Provinz Guanacaste, errichtet. Die japanische Regierung bezuschusste das 4.300 Photovoltaik-Modul umfassende Projekt mit 10 Millionen USD. Diese Anlage deckt den Strombedarf von etwa 600 Haushalten.


Peru 27.10.2012: Der peruanische Präsident Ollanta Humala hat im Distrito de La Joya (Arequipa) eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen. Es ist die erste ihrer Art in Peru und in Südamerika. Die Anlage produziert in zwei Stufen bis zu 40 MW Strom. Diese Anlage wurde von der spanischen Firma T-Solar auf einer rund 210 ha großen Fläche errichtet, Investition ca. 160 Millionen USD.


Brasilien 14.09.2012: in Santa Vitória do Palmar, etwa 500 km südlich von Porto Alegre an der uruguayischen Grenze, entsteht der größte Wind-Energie-Komplex in Lateinamerika. Für den neuen Windpark Geribatu mit einer Leistung von 258 MW wurden am Freitag (14.09.12) mit der spanischen “Gamesa Corporación Tecnológica” die entsprechenden Verträge zum Bau des gigantischen Projektes unterzeichnet. Bauträger des neuen Windparks in Brasilien ist das Energieversorgungsunternehmen Eletrosul Centrais Elétricas S.A., welches eine Summe von 843.000.000 BRL in den Bau des Windparks investieren wird. Die mit der Gamesa unterzeichnete Vereinbarung sieht die Lieferung von 129 Windenergieanlagen G97-2,0 MW in zehn Parks vor, sowie Betrieb und Wartung für 20 Jahre.  Der Bau der Anlage wird mehr als 1.500 direkte und indirekte Arbeitsplätze generieren und bei Vollauslastung rund 957.000 MWh Strom pro Jahr erzeugen. Dies entspricht dem jährlichen Energiebedarf von 510.000 Haushalten, ca.1.6 Millionen Menschen, bei gleichzeitiger Reduzierung des Ausstoßes von über 370.000 Tonnen CO² pro Jahr. Teile der Anlage sollen bereits Mitte 2013 ans Netz gehen, die Fertigstellung des Komplexes ist für Ende 2014 geplant. Brasilien ist das führende Land in der Nutzung sauberer Energien in Lateinamerika. 47% seiner gesamten Energiebedarfs-Matrix basieren auf erneuerbare Quellen. Die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas ist laut “Climascopio 2012” das einzige Land, welches die Produktionskette mit mindestens zwei Technologien für saubere Energie dominiert: Biomasse und Biokraftstoffe aus Abfall.



Chile 26.06.2012: Die Sky Solar Group, eine chinesische Entwicklungsgesellschaft für alternative Kraftwerke, will 900 Millionen US-Dollar in ein Photovoltaik-Projekt in Chile investieren. Im Rahmen eines Besuchs in Santiago de Chile unterzeichneten der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao, Sky Solar und die chilenische Gesellschaft Sigdo Koppers (SK) einen Vertrag mit der China Development Bank, um den Bau der Anlagen mit einer Kapazität von insgesamt 300 Megawatt (MW) zu realisieren.



Brasilien, Nicaragua, Panama 18.06.2012: sind die lateinamerikanischen Länder, welche die meisten ausländischen Investoren zur Förderung der Erneuerbaren Energie zur Stromerzeugung und Umweltschutz anziehen. Dies ergab die am Montag (18.06.12) auf der Umweltkonferenz Rio+20 in Brasilien veröffentlichte Studie “Climascopio 2012” von der Interamerikanischen Entwicklungsbank (BID) und Bloomberg New Energy Finance. “Climascopio 2012” bewertete 26 Länder in der Region. Auf der von 0 bis 5 reichenden Tabelle belegte Brasilien mit einer Punktzahl von 2,6 den 1. Platz, gefolgt von Nicaragua (2,13) und Panama (1,97). Unter den Top 10 befinden sich ebenfalls Peru (1,73), Chile (1,72), Mexiko (1,67), Kolumbien (1,63), Costa Rica (1,47), Guatemala (1,45) und Uruguay (1,38).


Brasilien ist auch das führende Land in der Nutzung sauberer Energien in Lateinamerika. 47% seiner gesamten Energiebedarfs-Matrix basieren auf erneuerbare Quellen. Die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas ist laut “Climascopio 2012” das einzige Land, das die Produktionskette mit mindestens zwei Technologien für saubere Energie dominiert: Biomasse und Biokraftstoffe aus Abfall. Aufgrund seiner natürlichen Gegebenheiten bietet Nicaragua ein weites Spektrum von Möglichkeiten für Investitionen im Bereich Erneuerbare Energie. Das alternative Energiepotenzial des Landes liegt bei 5.480 MW.


Puerto Rico baut größten Windpark in der Karibik: Hier soll der größte Windpark in der Karibik entstehen. Damit will das Land seine Abhängigkeit vom Öl reduzieren. Laut Gouverneur Luis Fortuno soll das Projekt von der in San Franzisko ansässigen Pattern Energy mit 250 Millionen USD finanziert werden. Der Santa Isabela Windpark soll im September 2012 in Betrieb gehen. 44 Turbinen generieren bis zu 75 Megawattstunden, welche den Energiebedarf für ca. 25.000 Wohnungen gewährleisten. Bereits vor einer Woche hatte Fortuno angekündigt, dass das größte Solarprojekt in der Karibik ebenfalls auf Puerto Rico gebaut wird. Das US-amerikanische Außengebiet ist von Öl abhängig und deckt etwa 70 Prozent seiner Energie mit dem fossilen Brennstoff.


Windenergie in Südamerika, Brasilien, Peru, Ecuador und Chile: Peru hat sich zu einem der größten Produzenten von Windenergie in Lateinamerika entwickelt. Laut Alberto Rios Villacorta, Experte für erneuerbare Energien an der Europäischen Universität in Madrid, ist Brasilien im Hinblick auf erneuerbare Energien das fortschrittlichste Land in der Region. Laut der peruanischen Regierung sollen die Windparks in der Umgebung der Städte Talara, Cupisnique und Marcona bis Ende 2012 in Betrieb genommen werden. Chinas zweit größter Windkraftanlagen Hersteller baut nun auch in Chile ein Windpark-Projekt. Dies ist schon der 2. Auftrag für diese Firma, der 1. Auftrag kam aus Ecuador. Beide geplanten Anlagen werden über eine Kapazität 34,5 Megawatt verfügen.


 

Brasilien und Uruguay bauen Windkraftanlage April 2012: Beide Länder haben den Bau mehrerer Windkraftanlagen beschlossen. Die Anlagen haben insgesamt eine Leistung von 300 Megawatt und werden in Uruguay errichtet. Laut dem brasilianischen Außenminister Antonio de Aguiar Patriota ist der Bau der Teil eines größeren Projektes, mit dem bereits bestehende Partnerschaften in den Bereichen Infrastruktur und Technologie intensiviert werden sollen.





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